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Wer wird Bundeskanzler:in 2021?

Ich habe mir die letzten Tage und unter dem Einfluss der ganzen Entscheidungen bei CDU/CSU und den Grünen ein paar Gedanken bezüglich der Frage „Wer wird Bundeskanzler:in?“ gemacht.

In den 72 Jahren Bundesrepublik Deutschland hat die CDU/CSU mit 45 Jahren Regentschaft einen besonders deutlichen Einfluss auf die Entwicklung unseres Landes und mit Konrad Adenauer (14 Jahre), Helmut Kohl (16 Jahre) sowie Angela Merkel (aktuell 15 Jahre) dabei schon recht lange Kanzlerschaften. Bislang war es immer so, dass nach einer solchen Kanzlerschaft ein kompletter Regierungswechsel von CDU/CSU hin zur SPD stattfand. So gesehen stehen die Zeichen also wieder auf Regierungswechsel. Ich sehe bei der CDU/CSU eine gewisse Form von Politikmüdigkeit und irgendwie scheint es, als würden sich die Verantwortlichen mit aller Macht bis zur Wahl im September 2021 retten wollen. Durch das SPD-Vakuum (siehe unten) kann die CDU/CSU seit Jahren machen was sie will und dies birgt massive Probleme, die wir Bürger:innen endlich angehen sollten.

Die SPD befindet sich seit der Ära Gerhard Schröder (1998–2005) in einer scheinbar nicht enden wollende Abwärtsspirale. Es sieht so aus, als wäre die Bundes SPD damit zufrieden, die ganzen Jahre als stupider und permanenter Regierungslückenfüller irgendwie mit in der Regierung anwesend zu sein. Ich würde von einer so alten und eigentlich stolzen Partei erwarten, dass sie sich wieder auf das konzentriert, was eine politische Partei ausmacht: eine gesunde Meinung haben, eine klare Linie verfolgen und die Bürgern:innen mit ins Boot holen. Wenn die SPD in der bekannten Form weitermacht, wird sie bei der Bundestagswahl 2029 gemeinsam mit der FDP und den Linken gerichtlich eine Senkung der Sperrklausel beantragen, um überhaupt noch gerade so im Bundestag vertreten zu sein.

Die Grünen gewinnen meiner Meinung nach die Bundestagswahl 2021 und somit wird Annalena Baerbock die nächste Bundeskanzlerin sein. Dieser Umstand ist einzig dem globalen Thema Klimawandel geschuldet. Die Grünen haben was das angeht, einfach nur Glück, dass sie vor Urzeiten mal ehrlich aktiv im Thema Umweltschutz waren und sich die Bürger:innen dies scheinbar gemerkt haben. Hätten die Grünen weitere BigPoints in ihrem Bundestagswahlprogramm und würden dafür auch in der Bevölkerung eine breite Zustimmung erhalten, dann wäre der kommende Wahlausgang ja nicht so schlimm… aber sorry… die Grünen nur zu wählen, weil sie mal was mit Umweltschutz zu tun hatte… Das wäre ja so, als würde man die SPD wählen, weil sie vor Urzeiten mal arbeitnehmerfreundlich waren.

Bundespolitisch spielen in meinen Augen weder die FDP noch Die Linke irgendeine Rolle und ziehen eigentlich nur aufgrund der historischen Klientel in den Bundestag ein. Alles, was prozentual über den Anteil des Klientel geht, sind impulsgesteuerte Wechselwähler.

Das Thema mit den rechten Parteien ist leider recht einfach: Rechtes Gedankengut ist seit je her Bestandteil unserer Gesellschaft, und dementsprechend ist es nachvollziehbar, dass es Parteien gibt, die ein solches Gedankengut pflegen. NPD: (außer 1994) seit 1965 jedes Jahr zwischen 0,2-2 % der Stimmen. Republikaner: 1990-2013 0,2-2,1 %. AfD: seit der Gründung 20213, die z.B. mit Hilfe von Thilo Sarrazin (ehemals SPD) sowie ehemalige Mitglieder der „zweiten Reihe“ von CDU und FDP stattfand, ist diese Partei nichts anderes als ein notwendig geduldetes Sammelbecken.

Wenn ich mir meinen Text nochmal durchlese, würde ich erwarten, dass Du, der dies liest, meinst ich könnte nur jammern und meckern. Nein, dem ist so nicht. Ich finde es falsch, genau das zu tun, nämlich nur zu jammern und zu meckern, seine eigene Verantwortung permanent an Dritte zu übergeben und sich dann zu beschweren, wenn etwas nicht so läuft, wie man es sich wünscht.

Im Bereich Politik habe ich als Bürger viele Möglichkeiten, mich einzubringen. Die Frage ist nur, was möchte ich und wie gehe ich das an. Das bedeutet dann aber, dass man aktiv wird, auch wenn es nur damit anfängt, sich überhaupt mit einem Thema zu beschäftigen. Das ist nämlich immer der 1. und für mich wichtigste Schritt.

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